Diskussionsbeitrag: Warum wir den Bruch mit der autoritären Linken wollen

Der Text ist in der aktuellen GAIDAO Nr. 57 (Zeitschrift der Föderation Deutschsprachiger Anarchist*innen) erschienen.

tumblr_movmh9uUWK1s8chnmo1_500

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von: Einige Anarchist*innen aus Dortmund

Unser Text „Bruch mit der autoritären Linken“ vom 16.07.15. hat eine große Welle von Diskussionen und Feedback zu der von uns angeschnittenen Thematik ausgelöst. Ein überwiegend positives Feedback bekamen wir von uns nahestehenden Genoss*innen und auch darüber hinaus aus der anarchistischen Bewegung. Jedoch wurden wir dabei auch auf einige Schwächen des Textes aufmerksam gemacht. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Text kam von unseren Genoss*innen der Anarchistischen Initiative Kaiserslautern. Auf diese werden wir uns im Folgenden unter anderem beziehen. Natürlich gab es auch über das anarchistische Spektrum hinaus Diskussionen über den Text (wahrgenommen haben wir das aus Antifa-Gruppen in Dortmund). Kritikpunkte waren unserer Wahrnehmung nach vor allem folgende:

– Vorwurf identitären Verhaltens
– noch stärkere Isolation der anarchistischen Bewegung
– Vorwurf autoritären Verhaltens unserseits
– fehlende Definition: Autoritär-antiautoritär
– fehlende Ausdifferenzierung von verschiedenen autoritären Strömungen
– durch einen Bruch werden wir weniger handlungsfähig
Weiterlesen

Dortmund: …bis alle frei sind


Wir grüßen alle kämpfenden Companerx, die sich im Rahmen dieser Aktionswoche für die Freiheit aller anarchistischen Gefangenen einsetzen. Wir finden es immer sinnvoll, Gefangene nicht alleine in ihrer Isolation zu belassen, sondern durch Wort und Tat zu unterstützen. Obwohl wir für die Freiheit aller Gefangenen einstehen, da wir für eine Gesellschaft kämpfen in der keine Menschen eingesperrt werden müssen, finden wir es sinnvoll, in solch einer Aktionswoche, anarchistische Gefangene besonders zu thematisieren, da diese oft nicht als politische Gefangene gewertet werden und somit die Solidarisierung mit ihnen der anarchistischen Bewegung überlassen bleibt.
Weiterlesen

Schwarzer Tresen: 5 Sterne Menü und Kurzfilm

8. September 2015
19:00

gängemenuFür den Schwarzen Tresen im September haben wir uns diesmal etwas ganz besonderes ausgedacht: Um die Küche im Nordpol auch von unserer Seite nochmal gebührend  einzuweihen, veranstalten wir ein gemeinsames Abendessen mit mindestens 5 schwarzen Sternen! Wir bereiten ein mehrgängiges Menü, einschließlich Dessert, und laden euch alle ganz herzlich ein, mit uns zu speisen.

Im Anschluss an das Essen werden wir zusätzlich den Film „Peter Kropotkin: Die kommende Revolution“ (ca 25 min.) zeigen. In dem Film geht es um eine „Zusammenstellung einiger Peter_Kropotkin_circa_1900wesentlicher Gedanken des anarchistischen Kommunismus in den Worten des russischen Anarchisten Kropotkins. Der Film geht von dem unbestimmten Gefühl aus, dass sämtliche Formen des gesellschaftlichen Gefüges in Frage gestellt werden, ohne dass jemand wüsste, was an ihre Stelle treten soll. Danach folgt eine Zusammenfassung der sich unter dem Einfluss der niedergeschlagenen Pariser Kommune im anarchistischen Milieu entwickelnden allgemeinen Idee einer freien Reorganisation des Gesellschaft. Abgeschlossen wird der Film mit einigen Reflexionen des Problems, dass derlei Phantasien momentan nur von Minderheiten propagiert werden, es aber für diese gewaltige Angelegenheit den gleichzeitigen Willen und die Anstrengung der großten Mehrzahl der Produzentinnen braucht.“

Im Anschluss an Essen und Film gehen wir dann zum normalen Tresenbetrieb über.  Falls ihr frühzeitig wisst, dass ihr unbedingt vorbeischauen wollt, schreibt uns vorher eine kurze Mail mit Angabe der zu erwartenden Personenzahl an agdo@riseup.net, damit am Ende niemand ohne Essen darstehen muss.

Am Dienstag, 8. September 2015, 19:00 Uhr Im Nordpol, Münsterstr. 99, 44145 Dortmund

Das A-Netz Do. lädt zu Klatsch & Tratsch!

NEU! NEU! NEU! Jetzt mit „ohne Plenum“!

175 Jahre nachdem sich Pierre-Joseph Proudon das erste Mal selbst als Anacharchisten bezeichnete und ca 2 Millionen Jahre nach dem erstmaligen Aufkommen antiautoritärer Ideen haben wir beschlossen, unsere Bombenwerkstätten und unterirdischen Geheimverstecke zu verlassen und zum Kaffeekränzchen einzuladen.
Weiterlesen

Guten Morgen!

  • als Flyer
  • Jeden morgen in aller Früh ist das Erste was du vernimmst das grausame Geräusch deines Weckers. Widerwillig ergibst du dich dem schrillen Klingeln und schleppst dich aus dem Bett. Auf dem Weg ins Bad stellst du schnell noch die Kaffeemaschine an, machst dich fertig und hast schließlich noch ein paar ruhige Momente für dich. Du trennst dich widerwillig von deinen Liebsten, ein Kuss und der Schritt vor die Tür. Die Ruhe bevor du in die U-Bahn steigst und in die ebenso müden Gesichter, wie das deine blickst. Die Ruhe bevor kritische Blicke auf deinen Fingern ruhen. Ruhe vor dem Tag auf der Arbeit. Du musst los, arbeiten gehen. Jeden Tag. Naja, nicht ganz, aber beinahe. Zumindest fühlt es sich so an. Wie viel Zeit in der Woche gehört auch bitte noch dir, wenn du alleine 40 Stunden die Woche schuften musst? Das Fertigmachen vor der Maloche, der Weg hin und zurück sind nicht mal eingerechnet. Dann sind da auch noch andere Angelegenheiten… Haufenweise Papierkram, der beantwortet oder ausgefüllt werden muss. Termine, Haushalt, Familie & Freunde und dann noch Hobbies für die kaum Zeit übrig bleibt. Schlafen muss Mensch darüber hinaus auch. Was sind da schon die paar Tage “Urlaub” im Jahr?
    Weiterlesen

    Veröffentlicht unter Texte

    Aufruf zum anarchistischen Block auf der Großdemo „No Pasaran – Kein Fußbreit für den AKP und IS-Faschismus“ am 08.08 in Köln

    Mit dem Zug aus NRW zur Großdemo:

    Dortmund Hbf ab 09:45 Gleis 16
    Bochum Hbf. ab 09:55 Gleis 3
    Essen. Hbf. ab 10:01 Gleis 1
    Duisburg. Hbf ab 10:22 Gleis 4
    Düsseldorf Hbf ab 10:39 Gleis 16
    Leverkusen Hbf. ab 10:55 Gleis 2
    Krefeld Hbf ab 10:35 Gleis 5
    Wuppertal: 9:30, Treffpunkt bei CityArkaden
    Hagen: 9:30, HBF

    Liebe Genoss*innen,
    am 20. Juni sprengte sich ein IS-Terrorist in der türkischen Stadt Suruç auf einer Pressekonferenz der sozialistischen Jugendföderation (SGDF) selbst in die Luft. Bis heute starben 34 Menschen bei diesem babarischen Attentat. Die linken und anarchistischen Jugendlichen hatten sich dazu entschlossen, die türkisch-syrische Grenze zu überqueren um sich am Wiederaufbau des völlig zerstörten Kobanê zu beteiligen. Dieser feige Anschlag zeigt, wessen Geisteskind der selbsternannte „Islamische Staat“ ist. Unterstüzt durch den türkischen Staat, der unbehelligt IS-Kämpfer*innen die türkisch-syrische Grenze passieren lässt, unterstüzt durch deutsche Waffenexporte an Saudi-Arabien und Katar, unterstüzt durch all diese Verbrechen an der Menschheit kann der „IS“ sein grausames Unwesen weiter treiben.
    Weiterlesen