Das Hamburger Gitter: der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit + Regisseurgespräch zur 17h-Vorstellung

10. September 2018 17:00bis11. September 2018 21:00


Im Sweetsixteen, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

Vorführungen:
Mo, 10. September 2018 um 17:00 Uhr
Mo, 10. September 2018 um 19:00 Uhr
Hinweis: dieser Programmpunkt ist neu und hat es leider darum nicht mehr in unser gedrucktes Programmheft geschafft.

Doku um 17h in Anwesenheit der Regisseure und mit Filmgespräch im Anschluss. Um 19h nur der Film, ohne Regisseure.
Und auch die anarchistische Gruppe Dortmund ist zum Film mit einem Info- und Büchertisch anwesend.

Regulärer Eintritt.

170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen, die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurück zu gewinnen.

Die Dokumentation konzentriert sich auf den Umgang mit den Protesten und die staatliche Sicherheitspolitik. Versammlungsfreiheit, Bewegungsfreiheit und Pressefreiheit spielen in den Betrachtungen eine ebenso große Rolle wie die Veränderung der polizeilichen Strategien. Konnten während der Proteste Grundrechte außer Kraft gesetzt werden? Gibt es in der Judikative und Legislative Akteure und Überzeugungen, welche auf gewaltsame Proteste anders reagieren als in der Vergangenheit? Welche Methoden der „Ausnahmesituation G20″ in Hamburg könnten zur Normalität werden?

Dem sind wir nachgegangen, indem wir die relevanten Geschehnisse nachzeichneten, mit Betroffenen auf beiden Seiten sprachen und Experten zu Protestgeschichte, Grundrechten, Sicherheitspolitik und der politischen Gesamtsituation befragten.

»Seine bloße Existenz ist trotz allem Grund zur Hoffnung« Süddeutsche Zeitung.

»Der Film demaskiert einen Staat, der mit allen Mitteln die Kontrolle behalten wollte und sie doch – oder gerade deswegen – verlor.« mdr