Bericht zur Feministischen Demo und den Protesten gegen den 1000 Kreuze Marsch (9. September 2013)

Nieder mit dem PatriachatAm 09.03.2013 wurde zur feministischen Demonstration gegen 1000 Kreuze aufgerufen und trotz kataklysmischen Wetterverhältnissen und dem nahezu biblischen Grauen den ewigen Suaden fundamentalistischer ChristInnen ausgesetzt zu sein, beteiligt sich auch die Anarchistische Gruppe Dortmund (in Gründung) mit gottesunfürchtiger Entschlossenheit.

Die Gegendemo war mit ca. 500 Menschen gut besucht, die Redebeiträge angemessen, wenngleich ein wenig langweilig vorgetragen und geschrieben. Die Forderung „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“ war allgegenwärtig und auch ansonsten konnte man von einer libertären Atmosphäre sprechen – Wohlfühlklima trotz Eisregen also. Inhaltlich behandelten die Redebeiträge die Thematiken: „Feminismus – der Kampf ums Ganze!“ und „Rebellion statt Religion“. Außerdem gab es noch zwei Grußworte von „Pro-Choice-Aktivist*innen aus Salzburg“, sowie vom Bündnis »‘Marsch für das Leben‘ – What the Fuck!« in Berlin.

Kritisch sollten sich lediglich einige Teilnehmer damit auseinandersetzen was sie denn da sonst so für Parolen rufen. Ein Genosse der lauthals „ob Kinder oder keine – entscheide ich alleine“ wirkt doch ein wenig deplatziert.

Der sich an die Gegendemo anschließende „Marsch fürs Leben“ war der eigentliche Höhepunkt und provozierte ein erfreulich hohes Maß an Wiederstand. Es gelang den 150 „Lebensschützern“ nicht dem unaufhörlichen Pfeif & und Trommelinfernal zu entkommen. Trotz eines Kordons um den sexistischen Gebetszug gelang es der Polizei nicht uns von diesen ApodiktInnen fern zu halten. Ein ums andere Mal überwanden wir ihre Abriegelungsversuche und mit etwas Rennerei war man selbst wenn man mal kurz ausgesperrt war gleich wieder drin im Getümmel und war in der Lage den reichlich bedröppelt dreinschauenden FanatikerInnen zu sagen was wir von Ihnen halten.

Wir fassen zusammen.

Menschen mit reaktionär-antiemanzipatorischen Denken, verstecken sich hinter Pappschildern, Kreuzen und Polizeiketten und waren im Angesicht eines akustischen Dauerfeuers sicherlich nicht einmal in der Lage ihrer eigenen Gedanken zu hören, geschweige denn ihre Kundgebung. Im Gegensatz dazu ist die Mobilisierung zur Feministischen Demo gut gelungen. Trotz der parallelen Anti-Nazi Proteste im Ruhrgebiet, sowie einer Anti-Atom Demo in Gronau, 500 Menschen in Münster für eine herrschaftsfreie und solidarische Gesellschaft auf die Straße zu bringen kann sicherlich als Erfolg betrachtet werden. Wir begrüßen das dieses Jahr ein Schwerpunkt auf die Verbreitung eigener Inhalte gelegt wurde und hoffen auf eine Fortsetzung.

Kein Gott, Kein Staat, Kein Patriarchat!

Anarchistische Gruppe Dortmund in Gründung

Bilder und weitere Infos unter: hier